Ungarischer Windhund
Bildnachweis:Dorothee Niedzwetzki
 
 
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- MAGYAR AGAR -

Zucht / Nachzucht

 

 

Woran erkennt man einen seriösen Züchter?

Windhunde zählen in der Regel nicht zu den Moderassen, d.h. auch, dass die meisten Windhunde innerhalb des VDH's (Verband für das Deutsche Hundewesen ) gezüchtet werden. Alle Zuchtstätten im VDH unterliegen strengen Zuchtbestimmungen und sind überwacht. Doch allein die Mitgliedschaft oder die Kontrolle über eine Zuchtstätte sagen nicht viel über die Seriosität eines Züchters aus. Sie müssen sich selbst ein eigenes Bild machen. Achten Sie darauf, wie der Züchter mit seinen Hunden umgeht, ob alle gleichermaßen gepflegt sind, ob nur junge Hunde vorhanden sind, ob die Hunde ein gutes Verhältnis zu ihren Züchtern haben usw.usw. Nimmt der Züchter sich Zeit für Sie, ist er bereit Sie anzuhören, stellt er Fragen? Hat er etwas zu verbergen, ist er Ihnen sympathisch? Das können nur Sie allein herausfinden. Und kein Weg sollte Ihnen zu weit sein. Bedenken Sie, dass ein Welpe beim Züchter die ersten wichtigen Lebenswochen verbringt und dass seine Erfahrungen oder auch Nicht-Erfahrungen einen wesentlichen Einfluss auf das Zusammenleben mit Ihnen hat. Bitte bedenken Sie auch, dass die eigentlichen Anschaffungskosten für einen Rassehund nicht der große Posten ist. Der Unterhalt ist ebenfalls einzukalkulieren. Hunde aus der EU (Österreich, Ungarn usw) können problemlos nach Deutschland gebracht werden. Bei Hunden aus der Nicht-EU (z.B Schweiz) gibt es evt. besondere Dinge zu beachten. Sollten Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an kontakt@magyaragar.net.

 Zuchtziele beim Magyar Agar ?

Die Zuchtziele einer Minderrasse wie der Magyar Agar sind in einem Satz genau auf den Punkt gebracht. Das Ziel der Devaj Zucht ist es zum Beispiel, Rassetypische, kräftige, gesunde, liebe und schnelle Hunde zu züchten. Ein Ziel welches über Jahrzehnte bereits erfüllt und eingehalten wird.  

Welpe oder Junghund ?

Sicher ist die erste Vorstellung von einem eigenen Hund zuerst einmal mit einem Welpen verbunden. So ein kleines, hilfsbedürftiges, süßes Knuddel-Ding in den Armen zu halten ist etwas ganz besonderes. Es ist aber auch eine besondere Herausforderung. Um einen Welpen richtig aufzuziehen genügt es nicht, ihn mit Futter, Wasser und Gassigängen zu versorgen. Ein Welpe muss richtig sozialisiert werden um später anderen Hunden und neuen Situationen gegenüber gelassen auftreten zu können. Ein Welpe muss Vertrauen in seine Umwelt bekommen. Ein Welpe macht richtig viel Arbeit. Es muss stubenrein werden, er muss lernen, wie man mit Artgenossen umgeht, er muss richtig gefüttert und erzogen werden. Dabei geht es nicht in erster Linie um das Erlernen von Kommandos wie "Sitz" und "Platz". Das lernt sich auch in späterem Alter noch. Es geht darum, ein anständiges Sozialverhalten zu lernen, selbstsicher und vertrauensvoll zu werden. Einen Welpen aufzuziehen braucht Zeit, Geduld, Liebe und besonders starke Nerven. Niemand, der einen Welpen aufziehen möchte kann es sich erlauben, mit diesem herum zu schreien oder ihn körperlich anzugehen. Wer über diese Gelassenheit und starken Nerven verfügt, bei dem ist ein Welpe sicher gut aufgehoben.

Wer sich das nicht zutraut, sollte die Augen lieber nach einem Junghund oder auch nach einem bereits erwachsenen Hund offenhalten. Dieser sollte nicht nach Titeln oder Aussehen ausgesucht werden. In erster Linie suchen wir alle doch einen Familienhund, einen Partner. Man sollte beim Kennenlernen eines Hundes das Gefühl haben, dass eine Beziehung aufgebaut werden kann. Dass der Hund zu einem passt. Man sollte kritisch beobachten, wie der Hund sich verhält. Einen Hund sollte man nicht auf den ersten Blick aussuchen. Ein seriöser Züchter oder Tierschutzverein wird jedem die Zeit geben, einen Hund mehrmals zu treffen und diesen kennen zu lernen, bevor man sich entscheidet.
So mancher glaubt, nur zu einem Welpen könne eine wirklich enge Beziehung entstehen. Jeder, der schon einen erwachsenen Hund bei sich aufgenommen hat wird bestätigen, dass das nicht der Fall ist. Es behauptet ja auch niemand, dass nur zu Kindern, nicht aber zu einem Erwachsenen eine Beziehung fürs Leben entstehen kann.
Ob also Welpe, Junghund oder erwachsener Hund ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss. (Beitrag: Hui-Tjhin Bieg, Freiburg).
 

Wie groß ist der Bewegungsdrang?

Wie überall schreibt der eine vom anderen ab und wie so oft sind die meisten Autoren, die etwas über Windhunde schreiben nicht zwangsläufig selbst Windhundhalter. Grundsätzlich ist zu sagen, dass auch ein Windhund ein ganz normaler Hund ist und man sich von der Vorstellung frei machen sollte, daß für den Windhund mehr als alles andere die Bewegung, der freie Auslauf oder gar das ungezügelte Hetzen sein Hauptbedürfnis ist. Oft werden diese Argumente verwendet, um dem Windhundrennsport das Wort zu reden. Gehen wir von der Vielfalt der Windhundrassen aus, so sind hier wesentliche Unterschiede bezüglich des Verhaltens und des Temperaments zu verzeichnen. Grundsätzlich sind alle Windhundrassen im Haus ruhige Vertreter, mit starkem Ruhebedürfnis, die nicht durch große Betriebsamkeit auffallen. Je nach ursprünglicher Jagdverwendung sind einige Rassen ausdauernder als andere. Das Bewegungsbedürfnis und die Art und Weise des Auslebens hängen von der Rasse und auch davon ab, inwieweit der Hund freien Auslauf angeboten bekommt und er seine Ausdauer steigert.

Sind Windhunde überzüchtet?

Windhunde zählen dank ihrer äußeren Erscheinung zu den "Exoten" unter den bekannten Hunderassen und werden schon von daher häufig mit negativen Vorstellungen belegt. Zum einen sind Windhunde seit mehr als 4000 Jahren in fast unveränderter Erscheinungsform erhalten geblieben und eine Art Zuchtauslese erfolgte über Jahrtausende aufgrund der Jagdleistung. Zum anderen sind Windhunde auch heute noch einem ganz kleinen und speziellen Liebhaberkreis vorbehalten und das trägt mit dazu bei, dass die verschiedenen Windhundrassen sich in einer kleinen Population erhalten und nicht in übertrieben großer Anzahl gezüchtet werden. Das hat wiederum zur Folge, dass die Zucht sorgfältig sein kann und nicht aufgrund von zu großer Nachfrage, was leider bei den "Moderassen" immer wieder anzufinden ist, zu einer Massenzucht ausartet. Windhunde haben generell starke Knochen und eine gesunde Konstitution. Sie sind sehr robuste Hunde, die auch im hohen Alter fit sein können und sportlich bleiben. Der Körperbau ist auf Hochleistung ausgelegt, d.h. jeder Windhund ist befähigt sehr schnell zu laufen, einige Rassen sind sehr ausdauernd. Abgesehen von den extremen Wuchsformen ( Irish Wolfhound /ital. Windspiel) bleiben Windhunde von Krankheiten weitgehend verschont, haben dafür eher mit Verletzungen zu tun.